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Besuch aus dem Mittelalter von Bogenschütze Gunnar und Kammerzofe Hilde

Hoher Besuch hatte sich angekündigt, um den Kindern das Leben im Mittelalter etwas näher zu bringen. Bogenschütze Gunnar und seine Frau, Kammerzofe Hilde, waren mit ihren Kindern in die Pinguingruppe gekommen.
Gunnar erzählte, dass er seinen Bogen und seine Pfeile selbst herstellt. Im 11. Jahrhundert lebend, wurde er angeheuert, dem Burgherren mit Zielgenauigkeit und Schützentalent, bei Schlachten zur Seite zu stehen. Da er hierfür beweglich sein musste, trug er keine schwere Rüstung, sondern lediglich ein Kettenhemd, eine Kettenhaube, eine Panzerweste und einen Helm ohne Visier, um ein gutes Sichtfeld zu haben.
Die selbst angefertigten Pfeile hatten unterschiedliche Eigenschaften. So gab es einen mit Feuerkorb, Spitzen für die Jagd und Pfeile zum Zerschneiden von Seilen.
Zum Abschluss durften die Kinder testen, wie schwer die echte Rüstung eines Bogenschützens war und konnten feststellen, dass man einiges an Kraft aufbringen muss, um die einzelnen Teile festzuhalten…
Als Kammerzofe wurde eine in den Diensten einer hochgestellten, meist adeligen Herrschaft stehende Dame bezeichnet. Sie war nicht zwingend selbst von adeliger Abstammung und diente der Herrin des Hauses. Bordüren zierten nur die Gewänder gut betuchter Frauen.
Ihre Haube trug sie, um die Haare zu verdecken, da es nicht gern gesehen war, offenes Haar zu tragen.
Viel zu schnell ging diese spannende und lehrreiche Stunde vorbei.
Herzlichen Dank an Familie Knecht, die sich hier für uns Zeit nahm.

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